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Paul-Otto Samu­els­dorff wur­de 1923 in Hamm/West­fa­len ge­bo­ren. Wäh­rend der NS-Zeit wan­dert sei­ne Fa­mi­lie 1936 nach Pa­läs­ti­na aus. Mit­te der 50er-Jah­re kehrt er zu­rück nach Deutsch­land, um hier zu studieren.

Roberto Ciu­lli ließ nach ei­ner tie­fen Le­bens­kri­se sei­ne groß­bür­ger­li­che Her­kunft in Mai­land zu­rück und kam Mit­te der 60er-Jah­re völ­lig mit­tel­los nach Deutsch­land. Hier schlug sich der Re­gis­seur und Dok­tor der Phi­lo­so­phie ei­ni­ge Jah­re als Gast­ar­bei­ter in ei­ner Fa­brik durch, be­vor er wie­der im The­ater Fuß fas­sen konn­te. Heu­te ist er ei­ner der re­nom­mier­tes­ten Re­gis­seu­re Deutschlands.

Maya hat ei­nen sy­ri­schen Va­ter und ei­ne deut­sche Mut­ter. Sie ist in Aa­chen ge­bo­ren, hat dort ih­re Kind­heit und Ju­gend ver­lebt und das Ab­i­tur ge­macht. Spä­ter hat sie Ju­ra in Müns­ter stu­diert. Jetzt lebt sie in Ber­lin und möch­te ei­nen Job, wo sie ih­re Sprach­kennt­nis­se und ihr tie­fes Wis­sen über die ara­bi­sche und deut­sche Kultur […]

Emma­nu­els Mut­ter war Jah­re vor ihm nach Deutsch­land ge­gan­gen – und schick­te ihm und sei­nen bei­den Schwes­tern re­gel­mä­ßig Geld nach Af­ri­ka zu sei­nen Ver­wand­ten, wo sie wohn­ten. Als Emma­nuel neun Jah­re alt wur­de, hol­te sie ihn zu sich nach. Nach und nach wuchs die Fa­mi­lie in Deutsch­land wie­der zusammen.

Said-Mus­­ta­­fas Va­ter war re­gime­kri­ti­scher Jour­na­list in Af­gha­nis­tan. Da­durch schweb­te die gan­ze Fa­mi­lie in Le­bens­ge­fahr. 1994 floh die Fa­mi­lie zu Fuß über Pa­kis­tan, Russ­land und Po­len nach Deutsch­land und be­an­trag­te hier Asyl.

Rosa Masa-Böt­t­cher kam durch ih­ren deut­schen Freund zum ers­ten Mal nach Deutsch­land. Mit An­fang 20 hat­te sie aber noch viel zu we­nig von der Welt ge­se­hen, als dass es sie lan­ge im Rhein­land hät­te hal­ten kön­nen. Nach ei­ner Welt­rei­se woll­te sie ei­gent­lich wie­der nach Spa­ni­en zu­rück­keh­ren, doch dies­mal war es ihr heu­ti­ger Ehe­mann, der sie […]

Ge­gen den Wil­len ih­rer El­tern ent­schloss sich die Ira­ne­rin Fahi­meh Far­saie zu stu­die­ren. Durch ih­re jour­na­lis­ti­sche Tä­tig­keit ge­riet sie zu­neh­mend in Op­po­si­ti­on zum Re­gime des Schah und spä­ter zu der Mul­lah-Dik­­­ta­­­tur. 1983 muss­te sie mit ih­rer Fa­mi­lie flie­hen und be­an­trag­te in der Bun­des­re­p­ub­lik po­li­ti­sches Asyl.

Als Sohn ei­nes gha­na­i­schen Di­plo­ma­ten 1965 in Bonn ge­bo­ren, be­gann Anthony Baf­foe mit neun Jah­ren sei­ne Kar­ri­e­re als Fuß­ball­spie­ler in deut­schen Ver­ei­nen. Als Schwar­zer und Sport­ler hat er viel Ras­sis­mus in Deutsch­land er­lebt und sich vor­ge­nom­men, stets da­ge­gen anzukämpfen.

Josué ist Mu­si­ker aus Me­xi­ko. Über Bel­gi­en kam er nach Deutsch­land und schlug sich – zu­nächst il­le­gal – als Stra­ßen­mu­si­ker durch. Bis heu­te reist er von Deutsch­land aus in an­de­re Län­der, vor al­lem auf den Balkan.

Cata­lin Gagiu war acht Jah­re alt, als er 1990 nach der blu­ti­gen Re­vo­lu­ti­on in Ru­mä­ni­en mit sei­nen El­tern nach Deutsch­land kam. Ei­gent­lich soll­te es nur ein Be­such bei sei­ner Tan­te in Kaarst sein. Doch sei­ne El­tern be­schlos­sen zu bleiben.

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