Rajinder

Mona Yahia

Jü­di­sche Mi­gran­tin aus Bag­dad, leb­te in Is­ra­el und Pa­ris, be­vor sie we­gen ei­nes Kunst­stud­iums nach Deutsch­land kam. Heu­te lebt sie als Schrift­stel­le­rin in Köln.

Olga Schneider

Noch als Kind lernt Olga Schneider wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges in der So­w­jet­uni­on ih­re gro­ße Lie­be Theodor Herzen ken­nen. Doch ih­re We­ge tren­nen sich. Erst nach 40 Jah­ren kommt es zu ei­nem Wie­der­se­hen in Deutsch­land.

Jonas Makonnen

Sei­ne Mut­ter kommt aus In­do­ne­si­en, sein Va­ter aus Äthi­opi­en. Jonas Makonnen ist in Köln ge­bo­ren und zur Schu­le ge­gan­gen. In sei­nem All­tag spielt Mi­gra­ti­on ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rolvle, doch als Kind hat­te er mit sei­ner Her­kunft zu kämp­fen.

Ali Can

Ali Can kam 1966 als Gast­ar­bei­ter nach Deutsch­land. Er kehr­te nicht wie ge­plant nach ein paar Jah­ren wie­der in die Tür­kei zu­rück, son­dern ar­bei­te­te in un­ter­schied­li­chen Jobs, bis er kurz vor der Ren­te ar­beits­los wur­de. Seit Sep­tem­ber 2006 lebt Ali Can nun wie­der in sei­nem Hei­mat­dorf in der Ägä­is, da er von Hartz IV in Düs­sel­dorf nicht le­ben konn­te.

Anna aus Polen

Mit 27 Jah­ren kam Anna nach Deutsch­land, um Geld zu ver­die­nen. Aus drei Wo­chen wur­den Jah­re. Doch ih­re Zu­kunft sieht sie im­mer noch in Po­len.

Behshid Najafi

Behshid Najafi kam 1986 über die Tür­kei und die DDR nach Deutsch­land. Auf­grund ih­rer po­li­ti­schen Ak­ti­vi­tät war ihr Le­ben im Iran in Ge­fahr. Auch in Deutsch­land en­ga­gier­te sie sich po­li­tisch; doch durch ih­re Ar­beits­stel­le bei agisra Köln e.V. ver­la­ger­te sich der Schwer­punkt ih­rer Ar­beit auf die Un­ter­stüt­zung von Mi­gran­tin­nen in Deutsch­land.

Thamsamqa Ngcezulla

Thamsamqa Ngcezulla ver­ließ Süd­af­ri­ka 1980. Das Le­ben in Apart­heid war für ihn un­er­träg­lich ge­wor­den. Zu­nächst leb­te er drei Jah­re lang im Nach­bar­land Bots­wa­na. 1983 kam er mit ei­nem Sti­pen­di­um nach Deutsch­land, um hier ei­ne Aus­bil­dung zum Schlos­ser zu ma­chen.

Hamed R.

Hameds Fa­mi­lie floh we­gen po­li­ti­scher Ver­fol­gung aus dem Iran. Nach schwie­ri­gen ers­ten Jah­ren schaff­te er es, die Schu­le er­folg­reich zu En­de zu brin­gen und Wirt­schaft zu stu­die­ren. Mus­li­mi­sche Män­ner ha­ben es sei­ner Er­fah­rung nach schwer, da sie sich per­ma­nent mit Vor­ur­tei­len aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. „ Ich wer­de in Deutsch­land nach so vie­len Jah­ren im­mer noch be­han­delt wie ein Alien.“

Maria aus Spa­ni­en

Maria kam zum Stu­die­ren aus Ma­drid nach Düs­sel­dorf. Durch ih­ren deut­schen Freund be­kam sie schnell Kon­takt zu an­de­ren Deut­schen. Als sie sich plötz­lich zu Frau­en hin­ge­zo­gen fühl­te, ver­such­te sie zu­nächst, ih­re Ge­füh­le zu ig­no­rie­ren. Heu­te lebt sie mit ih­rer Part­ne­rin, eben­falls ei­ner Spa­ni­e­rin, in ei­ner ein­ge­tra­gen­en Le­bens­ge­mein­schaft. Da­bei fand sie Hei­ra­ten frü­her spie­ßig.

Irène Cécile Mandeau

Aus Lie­be folg­te Irène Cécile Mandeau 1955 ih­rem Mann nach Deutsch­land - für sie als 1929 in Brüs­sel ge­bo­re­ne Jü­din war es das Land des Fein­des.

Sri TUNRUANG

Sri Tunruang folg­te An­fang der 70er-Jah­re ih­rem Mann, der hier sei­ne Dok­tor­ar­beit schrei­ben woll­te, aus In­do­ne­si­en nach Deutsch­land.

Kemal Şahin

Nach dem Abi­tur in der Tür­kei kommt Kemal Şahin 1974 mit ei­nem Aus­lands­sti­pen­di­um nach Aa­chen. Um der dro­hen­den Ab­schie­bung nach dem Stu­di­um zu ent­kom­men, er­öf­fnet er 1982 ei­nen Ex­port-Im­port-La­den.

Danae Coulmas

Danae Coulmas lernt die Deut­schen als grau­sa­me Be­sat­zer in Grie­chen­land im Zwei­ten Welt­krieg ken­nen. Den­noch geht sie in den 50er-Jah­ren nach Deutsch­land, um zu stu­die­ren.

Derya Jalal

Derya Jalal ist im Irak ge­bo­ren und dort auf­ge­wach­sen. Als ihr Va­ter je­doch ei­nen Film über das Le­ben von Je­sus mach­te, wur­de die Fa­mi­lie von ra­di­ka­len Mus­li­men po­li­tisch ver­folgt und be­droht. Sie muss­ten das Land ver­las­sen. Mit ei­nem Lkw-Trans­port ka­men sie nach Deutsch­land und be­an­trag­ten hier Asyl.

Michele Sanzone

Michele Sanzone war 18 Jah­re alt, als er An­fang der 60er-Jah­re aus ei­nem klei­nen Dorf bei Sa­ler­no in Süd­ita­li­en nach Deutsch­land kam. Er woll­te nicht lan­ge blei­ben, nur et­was Geld ver­die­nen und dann wie­der zu­rück­keh­ren nach Ita­li­en. Heu­te lebt er mit sei­ner zwei­ten Frau, ei­ner Ita­li­e­ne­rin, in So­lin­gen.

Lale Arslanbenzer

Lale Arslanbenzer kam 1981 aus der Tür­kei nach Deutsch­land. Ihr Va­ter, der be­reits in den 60er-Jah­ren ge­kom­men war, hat­te sie zum Stu­di­um hier­her ge­holt. Doch erst nach ei­ner vier­jäh­ri­gen Aus­bil­dung zur Er­zie­he­rin be­gann sie das lang er­sehn­te Stu­di­um der So­zi­al­wis­sen­schaf­ten. Heu­te ar­bei­tet sie in ei­nem Ver­ein zur För­de­rung der Stadt­teil­er­neu­e­rung in Dins­la­ken.

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