Paul-Otto Samu­els­dorff

Paul-Otto Samu­els­dorff wur­de 1923 in Hamm/West­fa­len ge­bo­ren. Wäh­rend der NS-Zeit wan­dert sei­ne Fa­mi­lie 1936 nach Pa­läs­ti­na aus. Mit­te der 50er-Jah­re kehrt er zu­rück nach Deutsch­land, um hier zu studieren.

Bode Adebisi stammt aus ei­ner gro­ßen, fürst­li­chen Fa­mi­lie aus Ni­ge­ria. Sie folgt ih­rem Mann nach Deutsch­land, um zu stu­die­ren. Heu­te ist sie glück­li­che Be­sit­ze­rin ei­nes Afro-Shops in So­lin­gen.

Jae-Soon Joo-Schauen kam 1975 nach Deutsch­land. Sie woll­te der En­ge in Ko­rea ent­flie­hen, sich aber auch wei­ter­bil­den. An­fangs ar­bei­te­te sie als Kran­ken­schwes­ter. Heu­te ist sie selbst Be­ra­te­rin für Mi­gran­tin­nen in Köln.

Sabina Xhemajli wur­de in Sie­gen ge­bo­ren. Sie ist Ro­ma aus dem Ko­s­ovo. Nach der Schu­le be­gann sie ei­ne Aus­bil­dung zur Ju­gend- und Heim­er­zie­he­rin in Köln. Heu­te ar­bei­tet sie bei Rom e.V.

Noch als Kind lernt Olga Schneider wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges in der So­w­jet­uni­on ih­re gro­ße Lie­be Theodor Herzen ken­nen. Doch ih­re We­ge tren­nen sich. Erst nach 40 Jah­ren kommt es zu ei­nem Wie­der­se­hen in Deutsch­land.

Sei­ne Mut­ter kommt aus In­do­ne­si­en, sein Va­ter aus Äthi­opi­en. Jonas Makonnen ist in Köln ge­bo­ren und zur Schu­le ge­gan­gen. In sei­nem All­tag spielt Mi­gra­ti­on ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rolvle, doch als Kind hat­te er mit sei­ner Her­kunft zu kämp­fen.

Ge­gen den Wil­len ih­rer El­tern ent­schloss sich die Ira­ne­rin Fahimeh Farsaie zu stu­die­ren. Durch ih­re jour­na­lis­ti­sche Tä­tig­keit ge­riet sie zu­neh­mend in Op­po­si­ti­on zum Re­gime des Schah und spä­ter zu der Mul­lah-Dik­ta­tur. 1983 muss­te sie mit ih­rer Fa­mi­lie flie­hen und be­an­trag­te in der Bun­des­re­p­ub­lik po­li­ti­sches Asyl.

Aus Lie­be folg­te Irène Cécile Mandeau 1955 ih­rem Mann nach Deutsch­land - für sie als 1929 in Brüs­sel ge­bo­re­ne Jü­din war es das Land des Fein­des.

Resa Masud Lalee kam 1973 mit neun Jahren mit seiner Mutter und drei Schwestern von Afghanistan nach Deutschland. Sein Vater, der in Köln seit 1968 eine Ausbildung zum Facharzt machte, hatte sie aus Sorge nach den ersten Unruhen in Afghanistan zu sich geholt.

Gregori Neufeld kam 1988 mit sei­nen El­tern aus dem Kau­ka­sus nach Deutsch­land. Lan­ge hat­te sei­ne Fa­mi­lie um die Aus­rei­se­ge­neh­mi­gung ge­kämpft. Er und sei­ne Brü­der wa­ren da­für so­gar ins Ge­fäng­nis ge­gan­gen. In Deutsch­land ar­bei­tet Gregori Neufeld mit russ­land­deut­schen Ju­gend­li­chen.

Heinz Grünebaum er­leb­te als jü­di­sches Kind im Deutsch­land des Na­ti­o­nal­so­zi­a­lis­mus die 'Ex­plo­si­on der nack­ten Ge­walt'. Als er 15 Jah­re alt war, schick­ten ihn sei­ne El­tern in ei­nem Kin­der­trans­port nach Eng­land. Er sah sie und sei­ne Schwes­ter nie wie­der.

Emmanuels Mut­ter war Jah­re vor ihm nach Deutsch­land ge­gan­gen - und schick­te ihm und sei­nen bei­den Schwes­tern re­gel­mä­ßig Geld nach Af­ri­ka zu sei­nen Ver­wand­ten, wo sie wohn­ten. Als Emmanuel neun Jah­re alt wur­de, hol­te sie ihn zu sich nach. Nach und nach wuchs die Fa­mi­lie in Deutsch­land wie­der zu­sam­men.

Mit dem Hel­las-Ex­press kam Elena Kutoiani An­fang der 60er-Jah­re von Grie­chen­land nach Deutsch­land. Ih­re El­tern wa­ren be­reits seit ein paar Jah­ren hier und ar­bei­te­ten in ei­ner Mes­ser­fa­brik in So­lin­gen-Oh­ligs. We­ni­ge Ta­ge spä­ter be­gann auch Elena dort zu ar­bei­ten. Sie war da­mals 14 Jah­re alt.

Aus Ko­lum­bi­en kam Constanza Paetau auf’s In­ter­nat in die Schweiz - in Hamb­urg woll­te sie nur die Weih­nachts­fe­ri­en ver­brin­gen, doch da­raus wur­de ein län­ge­rer Auf­ent­halt. In die­ser Zeit der Stu­den­ten­be­we­gung lern­te sie ih­ren spä­te­ren Mann ken­nen, den sie 1979 hei­ra­te­te.

Giuseppe de Matteis folg­te 1959 sei­nem Bru­der nach Deutsch­land. Nach an­fäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten fin­det er schließ­lich Ar­beit in ei­ner Dru­cke­rei und hei­ra­tet eine Deut­sche.

Costas Alexandridis folg­te 1961 sei­nem Bru­der von Grie­chen­land nach Rüs­sels­heim. Schnell lern­te er Deutsch und wur­de für vie­le Mi­gran­ten Dol­met­scher, Ver­mitt­ler und Schlich­ter.

Arifien Musnadi kam Mit­te der 50er-Jah­re nach Deutsch­land, um zu stu­die­ren. Sei­nem Land In­do­ne­sien blieb er j­edoch durch sei­ne po­li­ti­sche Ar­beit ver­bun­den.

Nach oben