Rajinder

Angela Cimino

Angela Cimino kam in den 60er-Jah­ren mit ih­rem Mann von Si­zi­li­en nach Köln. Sie woll­ten ein paar Jah­re blei­ben, Geld ver­die­nen und dann wie­der nach Ita­li­en zu­rück­keh­ren. Doch es kam an­ders: Ih­re bei­den Töch­ter ka­men in Deutsch­land zur Welt, sie leb­ten sich ein und nach 40 Jah­ren ist Köln nun ih­re zwei­te Hei­mat ge­wor­den.

Resa Masud Lalee

Resa Masud Lalee kam 1973 mit neun Jahren mit seiner Mutter und drei Schwestern von Afghanistan nach Deutschland. Sein Vater, der in Köln seit 1968 eine Ausbildung zum Facharzt machte, hatte sie aus Sorge nach den ersten Unruhen in Afghanistan zu sich geholt.

Mehtab

Mehtab war En­de der 70er-Jah­re im vor­re­vo­lu­tio­nä­ren Iran po­li­tisch ak­tiv. Sie wur­de ver­folgt und schweb­te in Le­bens­ge­fahr. Da­rauf floh sie mit ih­rem Ehe­mann. Schlep­per or­ga­ni­sier­ten die Rei­se mit Bus und Flug­zeug über Is­tan­bul und Bul­ga­ri­en nach Ost-Ber­lin.

Svetlana Dadashewa

Svetlana Dadashewa kam vor zehn Jah­ren als jü­di­scher Kon­tin­gent­flücht­ling mit ih­rem Sohn von Mos­kau nach Köln. Nach ei­ner Le­bens­kri­se woll­te sie ein neu­es Le­ben in Deutsch­land be­gin­nen.

Josué

Josué ist Mu­si­ker aus Me­xi­ko. Über Bel­gi­en kam er nach Deutsch­land und schlug sich - zu­nächst il­le­gal - als Stra­ßen­mu­si­ker durch. Bis heu­te reist er von Deutsch­land aus in an­de­re Län­der, vor al­lem auf den Bal­kan.

Jamila

Als der Krieg in Tsche­tsche­ni­en 1994 aus­brach, war Jamila sie­ben Jah­re alt. Ih­re Fa­mi­lie flüch­te­te 1999 nach Deutsch­land, da sie um ihr Le­ben fürch­te­te.

Naci Şahin

1972 ent­floh Naci Şahin den ärm­li­chen Le­bens­ver­hält­nis­sen und den Stu­den­ten­un­ru­hen in der Tür­kei und kam nach Deutsch­land. Hier ar­bei­te­te er in Brühl in ei­nem Ei­sen­werk; spä­ter stu­dier­te er So­zi­al­pä­da­go­gik. Heu­te ist er in zwei­ter Ehe glück­lich ver­hei­ra­tet und träumt da­von, nach der Pen­si­o­nie­rung in die Tür­kei zu­rück­zu­keh­ren.

Rosa MASA-BOETTCHER

Rosa Masa-Böttcher kam durch ih­ren deut­schen Freund zum ers­ten Mal nach Deutsch­land. Mit An­fang 20 hat­te sie aber noch viel zu we­nig von der Welt ge­se­hen, als dass es sie lan­ge im Rhein­land hät­te hal­ten kön­nen. Nach ei­ner Welt­rei­se woll­te sie ei­gent­lich wie­der nach Spa­ni­en zu­rück­keh­ren, doch dies­mal war es ihr heu­ti­ger Ehe­mann, der sie in Köln hielt. Heu­te lei­tet sie ih­re ei­ge­ne Spra­chen­schu­le. Sie liebt die Ar­beit und den Kon­takt mit Men­schen, aber für die Zu­kunft schmie­det sie be­reits wie­der Rei­se­plä­ne.

Mohamed Hashem

Als Kom­mu­nist wur­de Mohamed Hashem im Irak nach dem na­ti­o­na­lis­ti­schen Putsch 1963 ver­folgt und in­haf­tiert. Nach sei­ner Ent­las­sung floh er in die DDR. Doch auch vom Land des re­al ex­is­tie­ren­den So­zi­a­lis­mus war er ent­täuscht und zog wei­ter in den Wes­ten.

Sinthuja Arulsingams

Das Le­ben von Sinthuja und ih­ren El­tern ist auch in Deutsch­land stark von den Tra­di­tio­nen ih­res Heimat­lan­des Sri Lan­ka be­stimmt: Seit Sinthuja 18 Jah­re alt ist, su­chen ih­re El­tern ei­nen ta­mi­li­schen Ehe­mann für sie. Sinthuja wehrt sich gevgen die ar­ran­gier­te Ehe. Von ih­rem deut­schen Freund wis­sen die El­tern nichts.

Ana María Jurisch

Ana María Jurisch kam 1973 aus Argentinien nach Deutsch­land, um zu stu­die­ren. Gleich­zei­tig war es für sie auch ein Schritt in die Frei­heit. Nach dem Stu­dium fällt ihr die Ent­schei­dung zwi­schen den bei­den Län­dern schwer. Schließ­lich bleibt sie in Deutsch­land.

Fahimeh Farsaie

Ge­gen den Wil­len ih­rer El­tern ent­schloss sich die Ira­ne­rin Fahimeh Farsaie zu stu­die­ren. Durch ih­re jour­na­lis­ti­sche Tä­tig­keit ge­riet sie zu­neh­mend in Op­po­si­ti­on zum Re­gime des Schah und spä­ter zu der Mul­lah-Dik­ta­tur. 1983 muss­te sie mit ih­rer Fa­mi­lie flie­hen und be­an­trag­te in der Bun­des­re­p­ub­lik po­li­ti­sches Asyl.

Anna aus Polen

Mit 27 Jah­ren kam Anna nach Deutsch­land, um Geld zu ver­die­nen. Aus drei Wo­chen wur­den Jah­re. Doch ih­re Zu­kunft sieht sie im­mer noch in Po­len.

Agnes Giesbrecht

Agnes Giesbrecht wuchs in ei­nem deut­schen Dorf im Süd­ural auf. Als Russ­land­deut­sche war es im­mer ihr Wunsch nach Deutsch­land zu emi­grie­ren. Sie und ih­re Fa­mi­lie kämpf­ten zehn Jah­re für die Aus­rei­se­ge­neh­mi­gung. Doch trotz der Un­frei­heit war es nicht leicht für Agnes Giesbrecht, sich von Russ­land zu tren­nen.

Lester Cano Alvarez

Die kubanische Revolution und sein Großvater prägten Lester Cano Alvarez' Kindheit und Jugend. Nach zwei Jahren an der Militärakademie begann er Kunstgeschichte zu studieren. Er lernte die deutsche Studentin Jeanette kennen. Wegen der Liebe zog er 1998 nach Deutschland.

Said-Mustafa

Said-Mustafas Va­ter war re­gime­kri­ti­scher Jour­na­list in Af­gha­nis­tan. Da­durch schweb­te die gan­ze Fa­mi­lie in Le­bens­ge­fahr. 1994 floh die Fa­mi­lie zu Fuß über Pa­kis­tan, Russ­land und Po­len nach Deutsch­land und be­an­trag­te hier Asyl.

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