Paul-Otto Samu­els­dorff

Paul-Otto Samu­els­dorff wur­de 1923 in Hamm/West­fa­len ge­bo­ren. Wäh­rend der NS-Zeit wan­dert sei­ne Fa­mi­lie 1936 nach Pa­läs­ti­na aus. Mit­te der 50er-Jah­re kehrt er zu­rück nach Deutsch­land, um hier zu studieren.

Brix­hilda Skendo

Brixhilda Skendo floh 1990 nach dem Zu­sam­men­bruch des Kom­mu­nis­mus mit ih­rer Fa­mi­lie aus Al­ba­ni­en. In Deutsch­land lebt sich die Fa­mi­lie schnell ein - sie ler­nen die Spra­che und sind wirt­schaft­lich er­folg­reich.

Lale Ars­lan­ben­zer

Lale Arslanbenzer kam 1981 aus der Tür­kei nach Deutsch­land. Ihr Va­ter, der be­reits in den 60er-Jah­ren ge­kom­men war, hat­te sie zum Stu­di­um hier­her ge­holt. Doch erst nach ei­ner vier­jäh­ri­gen Aus­bil­dung zur Er­zie­he­rin be­gann sie das lang er­sehn­te Stu­di­um der So­zi­al­wis­sen­schaf­ten. Heu­te ar­bei­tet sie in ei­nem Ver­ein zur För­de­rung der Stadt­teil­er­neu­e­rung in Dins­la­ken.

Cata­lin Gagiu

Catalin Gagiu war acht Jah­re alt, als er 1990 nach der blu­ti­gen Re­vo­lu­ti­on in Ru­mä­ni­en mit sei­nen El­tern nach Deutsch­land kam. Ei­gent­lich soll­te es nur ein Be­such bei sei­ner Tan­te in Kaarst sein. Doch sei­ne El­tern be­schlos­sen zu blei­ben.

Michele San­zone

Michele Sanzone war 18 Jah­re alt, als er An­fang der 60er-Jah­re aus ei­nem klei­nen Dorf bei Sa­ler­no in Süd­ita­li­en nach Deutsch­land kam. Er woll­te nicht lan­ge blei­ben, nur et­was Geld ver­die­nen und dann wie­der zu­rück­keh­ren nach Ita­li­en. Heu­te lebt er mit sei­ner zwei­ten Frau, ei­ner Ita­li­e­ne­rin, in So­lin­gen.

Tham­samqa Ngcezulla

Thamsamqa Ngcezulla ver­ließ Süd­af­ri­ka 1980. Das Le­ben in Apart­heid war für ihn un­er­träg­lich ge­wor­den. Zu­nächst leb­te er drei Jah­re lang im Nach­bar­land Bots­wa­na. 1983 kam er mit ei­nem Sti­pen­di­um nach Deutsch­land, um hier ei­ne Aus­bil­dung zum Schlos­ser zu ma­chen.

Milica Rein­hart

Ge­bo­ren in ei­nem Dorf in Kro­a­ti­en, kam Milica Reinhart als Zehn­jäh­ri­ge mit ih­ren El­tern aus Kro­a­ti­en nach Deutsch­land.

Anna aus Polen

Mit 27 Jah­ren kam Anna nach Deutsch­land, um Geld zu ver­die­nen. Aus drei Wo­chen wur­den Jah­re. Doch ih­re Zu­kunft sieht sie im­mer noch in Po­len.

Milan Slá­dek

Milan Sládek wur­de 1938 in ei­nem klei­nen Dorf in der Slo­wa­kei ge­bo­ren. Er stud­ier­te Schau­piel­kunst in Prag und wur­de Pan­to­mi­me. Wäh­rend des Pra­ger Früh­lings 1968 flüch­te­te er über Schwe­den nach Köln, wo er das Pan­to­mi­men­the­ater "Kefka" er­öff­ne­te.

Mehtab

Mehtab war En­de der 70er-Jah­re im vor­re­vo­lu­tio­nä­ren Iran po­li­tisch ak­tiv. Sie wur­de ver­folgt und schweb­te in Le­bens­ge­fahr. Da­rauf floh sie mit ih­rem Ehe­mann. Schlep­per or­ga­ni­sier­ten die Rei­se mit Bus und Flug­zeug über Is­tan­bul und Bul­ga­ri­en nach Ost-Ber­lin.

Ran­gin Dad­far Spanta

Rangin Dadfar Spanta kam 1982 nach Deutsch­land. Er be­an­trag­te po­li­ti­sches Asyl und en­ga­gier­te sich po­li­tisch so­wohl für die BRD als auch für Af­gha­ni­s­tan. Erst nach 25 Jah­ren konn­te er zum ers­ten Mal wie­der in sein ers­tes Hei­mat­land zu­rück­keh­ren. Heu­te ist er der Au­ßen­mi­nis­ter von Af­gha­ni­s­tan.

Maya El Auwad

Maya hat ei­nen sy­ri­schen Va­ter und ei­ne deut­sche Mut­ter. Sie ist in Aa­chen ge­bo­ren, hat dort ih­re Kind­heit und Ju­gend ver­lebt und das Ab­i­tur ge­macht. Spä­ter hat sie Ju­ra in Müns­ter stu­diert. Jetzt lebt sie in Ber­lin und möch­te ei­nen Job, wo sie ih­re Sprach­kennt­nis­se und ihr tie­fes Wis­sen über die ara­bi­sche und deut­sche Kul­tur gut nut­zen kann.

Bruno Pol­zoni

An­fang der 60er-Jah­re kam Bruno Polzoni nach Deutsch­land, um als Kunst­gie­ßer zu ar­bei­ten. Spä­ter er­öff­ne­te er zu­sam­men mit sei­nem Bru­der das Ris­to­ran­te 'Al Gu­fo' ('Zur Eu­le') im vor­neh­men Lin­den­thal.

Hamed R.

Hameds Fa­mi­lie floh we­gen po­li­ti­scher Ver­fol­gung aus dem Iran. Nach schwie­ri­gen ers­ten Jah­ren schaff­te er es, die Schu­le er­folg­reich zu En­de zu brin­gen und Wirt­schaft zu stu­die­ren. Mus­li­mi­sche Män­ner ha­ben es sei­ner Er­fah­rung nach schwer, da sie sich per­ma­nent mit Vor­ur­tei­len aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. „ Ich wer­de in Deutsch­land nach so vie­len Jah­ren im­mer noch be­han­delt wie ein Alien.“

Gre­gori Neufeld

Gregori Neufeld kam 1988 mit sei­nen El­tern aus dem Kau­ka­sus nach Deutsch­land. Lan­ge hat­te sei­ne Fa­mi­lie um die Aus­rei­se­ge­neh­mi­gung ge­kämpft. Er und sei­ne Brü­der wa­ren da­für so­gar ins Ge­fäng­nis ge­gan­gen. In Deutsch­land ar­bei­tet Gregori Neufeld mit russ­land­deut­schen Ju­gend­li­chen.

Sin­thuja Arulsingams

Das Le­ben von Sinthuja und ih­ren El­tern ist auch in Deutsch­land stark von den Tra­di­tio­nen ih­res Heimat­lan­des Sri Lan­ka be­stimmt: Seit Sinthuja 18 Jah­re alt ist, su­chen ih­re El­tern ei­nen ta­mi­li­schen Ehe­mann für sie. Sinthuja wehrt sich gevgen die ar­ran­gier­te Ehe. Von ih­rem deut­schen Freund wis­sen die El­tern nichts.

Nada KOKOTOVIC

Nada Kokotović ist Ju­go­sla­win, aber ihr Land gibt es nicht mehr. Als 1992 der Krieg aus­brach, folg­te sie ih­rem Mann nach Deutsch­land. Ob­wohl sie als Tän­ze­rin und Re­gis­seu­rin ein kos­mo­po­li­ti­sches Le­ben ge­führt hat­te, fühl­te sie sich plötz­lich zum ers­ten Mal in ei­nem frem­den Land als Aus­län­de­rin.

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