Hörfunk/Radioformate

Das migration-audio-archiv ‚hebt sie auf‘, die erzählte Migrationsgeschichte und publiziert sie, sorgsam editiert, im – neben dem Internet – denkbar schönsten Medium: dem Hörfunk.

Migrantinnen und Migranten berichten über ihr Leben im Herkunftsland, von den Gründen ihrer Ausreise, von Reise- und Fluchtwegen, von Passkontrollen, Ämtern, Hoffnung, Liebe, Heimat – eben über ihr Leben in Deutschland.

Mit dem Medienpartner WDR – Westdeutscher Rundfunk, senden wir die Erzählungen in unterschiedlichen Formaten, vor allem als durchgehende Erzählungen – frei von Unterbrechungen und   Zwischenfragen.

Für die mehrstündigen, aufwändig produzierten Sonderformate wie ‚WDR5-Spezial‘ – ‚erzählte Migrationsgeschichte‘ gilt der besondere Dank – Mark vom Hofe, ehem. Redakteur WDR5 und dem ehem. Wellenchef WDR5 Wolfgang Schmitz – sowie den gesamten Teams von Moderation wie Elif Senel, Sprecher*innen, Techniker*innen und anderen beteiligten.

Zwei Mikrofone und ein Textblatt in einer Aufnahmesituation
Das besondere Format ist Audio: Wir lassen die Erzählenden selbst sprechen. Nicht Fragen, Moderation oder Kommentar stehen im Vordergrund, sondern Stimme, Akzent, Rhythmus, Pause und Erinnerung. So wird Migrationsgeschichte nicht nur erzählt, sondern hörbar.
Facetten der Migration
Migration hat viele Facetten: Arbeitsmigration, Flucht, Exil, Studium, Familiennachzug, politische Verfolgung, wirtschaftliche Not und persönliche Entscheidungen. Das maa zeigt diese Beweggründe als offene, vielstimmige Geschichte statt als feste Kategorie.
migration-audio-archiv.de und migrationnarratives.org machen erzählte Migrationsgeschichte öffentlich zugänglich. Im Zentrum stehen biografische Stimmen von Migrantinnen und Migranten, die bewahrt, sorgfältig editiert und in unterschiedlichen Formaten präsentiert werden.
wirsolingen.de
Die kommende Ausstellung zur Migrationsgeschichte Solingens (ab 2027) zeigt ein vielstimmiges, mosaikhaftes Bild der Stadt: erzählt in Oral History, O-Tönen, Klangräumen und biografischen Interviews. Migration erscheint als gelebte Erfahrung und als zentraler Teil der Stadtgeschichte – von Arbeitsmigration und Anwerbeabkommen über Bildungswege und Binnenwanderungen bis hin zu Kriegs- und Bürgerkriegsflucht. Erzählt wird aus Betrieben, Wohnungen, Schulen, Straßen und Plätzen Solingens: eine dichte Sammlung von Wegen, Brüchen, Chancen und Veränderungen, die gemeinsam das „neue Wir“ formen.
Das Archiv umfasst rund 150 erzählte Lebensgeschichten von Frauen, Männern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und Generationen. Es fragt nach Wegen nach Deutschland, nach Empfang, Arbeit, Familie, Flucht, Erinnerung und persönlicher Erfahrung.
(Gründe für) Migration
Warum Menschen migrieren, ist nie nur eine Geschichte. Arbeit, Flucht, Liebe, Studium, Verfolgung, Armut, Familie oder Neugier können Gründe sein. Das maa zeigt diese Vielfalt ohne einfache Ordnung und lässt die Erfahrungen der Erzählenden im Vordergrund.
Das migration-audio-archiv ist aus vielen Arbeitsphasen, Förderungen und Kooperationen entstanden. Hier werden Initiator*innen, Redaktion, Mitarbeit, Partner und Unterstützer sichtbar: die konkrete Projektgeschichte hinter den erzählten Lebensgeschichten.
Das Ziel des maa ist, Migrationsgeschichte hörbar zu machen. Menschen, über die viel gesprochen wird, kommen selbst zu Wort. Ihre Erzählungen eröffnen Perspektiven auf Herkunft, Ankunft, Alltag, Erinnerung und die öffentliche Kommunikation über Migration.
Wir sammeln, bewahren und veröffentlichen erzählte Migrationsgeschichte: als Stimmenarchiv, als Webprojekt, als Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit. Der Überblick führt zu den wichtigsten Zugängen des maa und zu den Formen, in denen die Erzählungen hörbar und sichtbar werden.
Nächtlicher Stadtraum mit Lichtern und Verkehrswegen
Nordrhein-Westfalen ist Standort und Resonanzraum des maa. Viele Erzählende leben hier; Ruhrgebiet, Rhein-Schiene, Einwanderungsgeschichte, WDR-Kontext und Projektförderung prägen die Sammlung und die öffentliche Wirkung des Archivs.
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