ANTHONY BAFFOE

Ehe­ma­li­ger Fuß­ball­pro­fi und Sport­mo­de­ra­tor aus Köln

"Ich ha­be viel Ras­sis­mus er­lebt. Ich wer­de nie auf­hö­ren, da­ge­gen an­zu­kämp­fen."

Kurzinfo
Als Sohn ei­nes gha­na­i­schen Di­plo­ma­ten 1965 in Bonn ge­bo­ren, be­gann Anthony Baffoe mit neun Jah­ren sei­ne Kar­ri­e­re als Fuß­ball­spie­ler in deut­schen Ver­ei­nen. Als Schwar­zer und Sport­ler hat er viel Ras­sis­mus in Deutsch­land er­lebt und sich vor­ge­nom­men, stets da­ge­gen an­zu­kämp­fen.
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Anthony Baf­foe
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Abstract / Zusammenfassung
Anthony Baffoe stammt aus ei­ner gha­na­i­schen Di­plo­ma­ten­fa­mi­lie. Er wur­de 1965 in Bonn ge­bo­ren und wuchs in Bad-Go­des­berg in in­ter­na­ti­o­na­lem Um­feld auf. Mit neun Jah­ren kam er zum Fuß­ball. Er spiel­te zu­nächst bei ei­nem Ver­ein in Bad-Go­des­berg. 1980 wech­sel­te er zum 1. FC Köln. Der Trai­ner Chris­toph Daum wur­de sein För­de­rer: 1983 wur­de er Pro­fi und spiel­te für deut­sche Ver­ei­ne, wie den 1. FC Köln oder For­tu­na Düs­sel­dorf, spä­ter so­gar für die gha­na­i­sche Fuß­ball­na­ti­o­nal­mann­schaft. Nach En­de sei­ner Fuß­bal­ler­lauf­bahn 1999 ar­bei­te­te er als Mo­dell, dann mo­de­rier­te er zahl­rei­che Fuß­ball­sen­dun­gen und -über­tra­gun­gen auf Pre­mi­e­re, DSF, RTL und dem WDR. Heu­te ist er Team­ma­na­ger beim gha­na­i­schen Fuß­ball­ver­band und pen­delt zwi­schen Deutsch­land und Gha­na, wo sei­ne Frau und Kin­der woh­nen. Gha­na ist das Land, in das er ir­gend­wann wie­der ganz zu­rück möch­te. Rück­bli­ckend sagt er: 'Für mich war im­mer schon klar, dass ich dop­pelt so gut sein muss als ein Wei­ßer.' Er meint da­mit nicht nur den Fuß­ball, son­dern die Me­di­en­bran­che ins­ge­samt, die hö­he­re An­for­de­run­gen an Schwar­ze - oder Mi­gran­ten im All­ge­mei­nen - als an 'nor­ma­le' Deut­sche stellt. Auch Ras­sis­mus hat er viel er­lebt und stets da­ge­gen an­ge­kämpft. Heu­te spie­len David Odonkor und Gerald Asamoah in der deut­schen Na­ti­o­nal­mann­schaft. Trotz­dem gibt es im­mer noch ras­sis­ti­sche Be­schimp­fun­gen bei Fuß­ball­spie­len durch das Pu­bli­kum.
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