Aufbau und initiale Förderung​

Die Idee der langfristigen Arbeit des migration-audio-archiv wurde bereits in der Ausbauphase 2004-2006 insbesondere durch die umfangreiche finanzielle Unterstützung der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, Bonn, ermöglicht. Im Weiteren durch das Engagement des WDR, Westdeutscher Rundfunk, sowie die Unterstützung und Administration durch EXILE-Kulturkoordination, Essen.
Die Initiatoren des Projekts – Sefa Inci Suvak und Justus Herrmann – führen die Arbeit des migration-audio-archiv kontinuierlich fort.
Eine wichtige Einrichtung hierbei ist der migration-audio-archiv e.V. – ein – auf dem Gebiet der Kultur und der kulturellen Bildung – als gemeinnutzig tätig anerkannter – eingetragener Verein.

Facetten der Migration
Migration hat viele Facetten: Arbeitsmigration, Flucht, Exil, Studium, Familiennachzug, politische Verfolgung, wirtschaftliche Not und persönliche Entscheidungen. Das maa zeigt diese Beweggründe als offene, vielstimmige Geschichte statt als feste Kategorie.
Fassade mit Schriftzug Dortmunder Actien-Bier
Nordrhein-Westfalen ist Standort und Resonanzraum des maa. Viele Erzählende leben hier; Ruhrgebiet, Rhein-Schiene, Einwanderungsgeschichte, WDR-Kontext und Projektförderung prägen die Sammlung und die öffentliche Wirkung des Archivs.
Das Archiv umfasst rund 150 erzählte Lebensgeschichten von Frauen, Männern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und Generationen. Es fragt nach Wegen nach Deutschland, nach Empfang, Arbeit, Familie, Flucht, Erinnerung und persönlicher Erfahrung.
Das Ziel des maa ist, Migrationsgeschichte hörbar zu machen. Menschen, über die viel gesprochen wird, kommen selbst zu Wort. Ihre Erzählungen eröffnen Perspektiven auf Herkunft, Ankunft, Alltag, Erinnerung und die öffentliche Kommunikation über Migration.
Wir sammeln, bewahren und veröffentlichen erzählte Migrationsgeschichte: als Stimmenarchiv, als Webprojekt, als Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit. Der Überblick führt zu den wichtigsten Zugängen des maa und zu den Formen, in denen die Erzählungen hörbar und sichtbar werden.
Das migration-audio-archiv ist aus vielen Arbeitsphasen, Förderungen und Kooperationen entstanden. Hier werden Initiator*innen, Redaktion, Mitarbeit, Partner und Unterstützer sichtbar: die konkrete Projektgeschichte hinter den erzählten Lebensgeschichten.
(Gründe für) Migration
Warum Menschen migrieren, ist nie nur eine Geschichte. Arbeit, Flucht, Liebe, Studium, Verfolgung, Armut, Familie oder Neugier können Gründe sein. Das maa zeigt diese Vielfalt ohne einfache Ordnung und lässt die Erfahrungen der Erzählenden im Vordergrund.
Mikrofon vor gestikulierenden Händen in einer Aufnahmesituation
Das besondere Format ist Audio: Wir lassen die Erzählenden selbst sprechen. Nicht Fragen, Moderation oder Kommentar stehen im Vordergrund, sondern Stimme, Akzent, Rhythmus, Pause und Erinnerung. So wird Migrationsgeschichte nicht nur erzählt, sondern hörbar.
migration-audio-archiv.de und migrationnarratives.org machen erzählte Migrationsgeschichte öffentlich zugänglich. Im Zentrum stehen biografische Stimmen von Migrantinnen und Migranten, die bewahrt, sorgfältig editiert und in unterschiedlichen Formaten präsentiert werden.
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