Resa Masud Lalee

Resa Masud Lalee kam 1973 mit neun Jahren mit seiner Mutter und drei Schwestern von Afghanistan nach Deutschland. Sein Vater, der in Köln seit 1968 eine Ausbildung zum Facharzt machte, hatte sie aus Sorge nach den ersten Unruhen in Afghanistan zu sich geholt.

Elide Caresta

Elide Caresta kommt 1967 ins Wirt­schafts­wun­der-Deutsch­land. Ei­gent­lich soll­te es nur die Hoch­zeits­rei­se sein. Sie bleibt, weil ihr Mann be­reits in Duis­burg Ar­beit hat. Bald be­kommt sie Kin­der, fängt an zu ar­bei­ten und ar­ran­giert sich mit Deutsch­land.

Anna aus Polen

Mit 27 Jah­ren kam Anna nach Deutsch­land, um Geld zu ver­die­nen. Aus drei Wo­chen wur­den Jah­re. Doch ih­re Zu­kunft sieht sie im­mer noch in Po­len.

Dragana Korić

Dragana Korić flüch­te­te 1992 wäh­rend des Krie­ges in Ju­go­sla­wi­en mit ih­ren bei­den Kin­dern aus dem be­la­ger­ten Sa­ra­je­vo. Die Fa­mi­lie glaub­te, sie könn­te nach ein paar Mo­na­ten wie­der zu­rück­keh­ren.

Jae-Soon Joo-Schauen

Jae-Soon Joo-Schauen kam 1975 nach Deutsch­land. Sie woll­te der En­ge in Ko­rea ent­flie­hen, sich aber auch wei­ter­bil­den. An­fangs ar­bei­te­te sie als Kran­ken­schwes­ter. Heu­te ist sie selbst Be­ra­te­rin für Mi­gran­tin­nen in Köln.

Olga Schneider

Noch als Kind lernt Olga Schneider wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges in der So­w­jet­uni­on ih­re gro­ße Lie­be Theodor Herzen ken­nen. Doch ih­re We­ge tren­nen sich. Erst nach 40 Jah­ren kommt es zu ei­nem Wie­der­se­hen in Deutsch­land.

Selcan

Eigentlich wollte Selcan Lehrerin werden. Weil, ist sie überzeugt, Lehrerinnen mit Kopftuch in NRW keine Anstellung finden, ändert sie ihre Pläne

Veronica OOMMEN

Mit 18 Jah­ren kam Veronica Oommen aus In­di­en nach Deutsch­land und blieb bis heu­te. Sie ist als So­zi­al­ar­bei­te­rin in der Diö­ze­se Köln an­ge­stellt und be­rät dort Mi­gran­ten.

Paul-Otto SAMUELSDORFF

Paul-Otto Samuelsdorff wur­de 1923 in Hamm/West­fa­len ge­bo­ren. Wäh­rend der NS-Zeit wan­dert sei­ne Fa­mi­lie 1936 nach Pa­läs­ti­na aus. Mit­te der 50er-Jah­re kehrt er zu­rück nach Deutsch­land, um hier zu stu­die­ren.

Mehtab

Mehtab war En­de der 70er-Jah­re im vor­re­vo­lu­tio­nä­ren Iran po­li­tisch ak­tiv. Sie wur­de ver­folgt und schweb­te in Le­bens­ge­fahr. Da­rauf floh sie mit ih­rem Ehe­mann. Schlep­per or­ga­ni­sier­ten die Rei­se mit Bus und Flug­zeug über Is­tan­bul und Bul­ga­ri­en nach Ost-Ber­lin.

Svetlana Dadashewa

Svetlana Dadashewa kam vor zehn Jah­ren als jü­di­scher Kon­tin­gent­flücht­ling mit ih­rem Sohn von Mos­kau nach Köln. Nach ei­ner Le­bens­kri­se woll­te sie ein neu­es Le­ben in Deutsch­land be­gin­nen.

Said-Mustafa

Said-Mustafas Va­ter war re­gime­kri­ti­scher Jour­na­list in Af­gha­nis­tan. Da­durch schweb­te die gan­ze Fa­mi­lie in Le­bens­ge­fahr. 1994 floh die Fa­mi­lie zu Fuß über Pa­kis­tan, Russ­land und Po­len nach Deutsch­land und be­an­trag­te hier Asyl.

Henry Gruen

Heinz Grünebaum er­leb­te als jü­di­sches Kind im Deutsch­land des Na­ti­o­nal­so­zi­a­lis­mus die 'Ex­plo­si­on der nack­ten Ge­walt'. Als er 15 Jah­re alt war, schick­ten ihn sei­ne El­tern in ei­nem Kin­der­trans­port nach Eng­land. Er sah sie und sei­ne Schwes­ter nie wie­der.

Naci Şahin

1972 ent­floh Naci Şahin den ärm­li­chen Le­bens­ver­hält­nis­sen und den Stu­den­ten­un­ru­hen in der Tür­kei und kam nach Deutsch­land. Hier ar­bei­te­te er in Brühl in ei­nem Ei­sen­werk; spä­ter stu­dier­te er So­zi­al­pä­da­go­gik. Heu­te ist er in zwei­ter Ehe glück­lich ver­hei­ra­tet und träumt da­von, nach der Pen­si­o­nie­rung in die Tür­kei zu­rück­zu­keh­ren.

Willia Ezeliora

1992 flüch­te­te Willia Ezeliora mit ih­rer Fa­mi­lie aus Tad­schi­kis­tan nach Deutsch­land. Zu­nächst war sie Putz­frau, dann Kran­ken­pfle­ge­rin. Erst nach zehn Jah­ren er­füll­te sie sich den Traum zu stu­die­ren.

Costas Alexandridis

Costas Alexandridis folg­te 1961 sei­nem Bru­der von Grie­chen­land nach Rüs­sels­heim. Schnell lern­te er Deutsch und wur­de für vie­le Mi­gran­ten Dol­met­scher, Ver­mitt­ler und Schlich­ter.

Shi MING

Shi Ming wur­de 1957 in Pe­king ge­bo­ren und stu­dier­te dort Deutsch und Ju­ra. 1987 kam er im Auf­trag ei­ner chi­ne­si­schen Han­dels­fir­ma nach Deutsch­land. 1989, nach dem Mas­sa­ker auf dem Platz des Himm­li­schen Frie­dens, bricht er mit dem kom­mu­nis­ti­schen Re­gime und flieht ins deut­sche Exil.

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