Mit 27 Jahren kam Anna nach Deutschland, um Geld zu verdienen. Aus drei Wochen wurden Jahre. Doch ihre Zukunft sieht sie immer noch in Polen.

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Mit 27 Jahren kam Anna nach Deutschland, um Geld zu verdienen. Aus drei Wochen wurden Jahre. Doch ihre Zukunft sieht sie immer noch in Polen.
Taymaz Taghipour ist in Teheran/Iran geboren und aufgewachsen. Als sie fünf Jahre alt war, kam sie mit ihrer Mutter aus dem Iran nach Deutschland. Sie folgten ihrem Vater, der bereits hier war und politisches Asyl beantragt hatte.
Rigo Teka-Ntu kam mit 18 Jahren als politischer Flüchtling aus Angola nach Deutschland. Die ersten sieben Jahre lebte er in Flüchtlingsheimen und wartete auf sein Bleiberecht.
Thamsamqa Ngcezulla verließ Südafrika 1980. Das Leben in Apartheid war für ihn unerträglich geworden. Zunächst lebte er drei Jahre lang im Nachbarland Botswana. 1983 kam er mit einem Stipendium nach Deutschland, um hier eine Ausbildung zum Schlosser zu machen.
Liv ist als Tochter malaysischer Chinesen in Singapur aufgewachsen. Als sie 20 Jahre alt war, lernte sie einen deutschen Mann kennen, verliebte sich in ihn und folgte ihm nach Deutschland.
Paul Kobelev ist 2001 mit seiner Familie aus Russland ausgewandert, um der Armee zu entkommen. Ihm war von Anfang an klar, dass er nie mehr nach Russland zurückkehren würde.
Maria kam zum Studieren aus Madrid nach Düsseldorf. Durch ihren deutschen Freund bekam sie schnell Kontakt zu anderen Deutschen. Als sie sich plötzlich zu Frauen hingezogen fühlte, versuchte sie zunächst, ihre Gefühle zu ignorieren. Heute lebt sie mit ihrer Partnerin, ebenfalls einer Spanierin, in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft. Dabei fand sie Heiraten früher spießig.
Ghanim Khan ging von Karatschi/Pakistan Ende der 50er-Jahre zunächst nach England, um sein Studium dort fortzusetzen. Nachdem er in London von Rassisten angegriffen wurde, verließ er das Land und entschied sich für Deutschland.
Ende der 50er-Jahre folgte Marija Kober ihrem Mann nach Deutschland. Dieser hatte Jugoslawien bereits verlassen, weil er aufgrund des kommunistischen Tito-Regimes keine berufliche Karriere machen konnte.
Roberto Ciulli ließ nach einer tiefen Lebenskrise seine großbürgerliche Herkunft in Mailand zurück und kam Mitte der 60er-Jahre völlig mittellos nach Deutschland. Hier schlug sich der Regisseur und Doktor der Philosophie einige Jahre als Gastarbeiter in einer Fabrik durch, bevor er wieder im Theater Fuß fassen konnte. Heute ist er einer der renommiertesten Regisseure Deutschlands.
Mit 27 Jahren kam Anna nach Deutschland, um Geld zu verdienen. Aus drei Wochen wurden Jahre. Doch ihre Zukunft sieht sie immer noch in Polen.
Rangin Dadfar Spanta kam 1982 nach Deutschland. Er beantragte politisches Asyl und engagierte sich politisch sowohl für die BRD als auch für Afghanistan. Erst nach 25 Jahren konnte er zum ersten Mal wieder in sein erstes Heimatland zurückkehren. Heute ist er der Außenminister von Afghanistan.
Francesco d'Avino kommt 1958 von Italien nach Deutschland. In Duisburg findet er Arbeit und lässt sich dort nieder. Dann holt er seine Familie nach.
Arifien Musnadi kam Mitte der 50er-Jahre nach Deutschland, um zu studieren. Seinem Land Indonesien blieb er jedoch durch seine politische Arbeit verbunden.
Lale Arslanbenzer kam 1981 aus der Türkei nach Deutschland. Ihr Vater, der bereits in den 60er-Jahren gekommen war, hatte sie zum Studium hierher geholt. Doch erst nach einer vierjährigen Ausbildung zur Erzieherin begann sie das lang ersehnte Studium der Sozialwissenschaften. Heute arbeitet sie in einem Verein zur Förderung der Stadtteilerneuerung in Dinslaken.
Gegen den Willen ihrer Eltern entschloss sich die Iranerin Fahimeh Farsaie zu studieren. Durch ihre journalistische Tätigkeit geriet sie zunehmend in Opposition zum Regime des Schah und später zu der Mullah-Diktatur. 1983 musste sie mit ihrer Familie fliehen und beantragte in der Bundesrepublik politisches Asyl.
Ricardo Esteves Correia kam nach Deutschland als er Anfang 20 war. Er hatte in Portugal bereits studiert. Doch dann wurde es ihm dort zu eng, er wollte etwas Neues kennenlernen. Am Anfang fiel es ihm nicht leicht. Er hatte keine Freunde. Doch mit der Zeit hat er sich eingelebt.
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