Elide Caresta

Elide Caresta kommt 1967 ins Wirt­schafts­wun­der-Deutsch­land. Ei­gent­lich soll­te es nur die Hoch­zeits­rei­se sein. Sie bleibt, weil ihr Mann be­reits in Duis­burg Ar­beit hat. Bald be­kommt sie Kin­der, fängt an zu ar­bei­ten und ar­ran­giert sich mit Deutsch­land.

Shi MING

Shi Ming wur­de 1957 in Pe­king ge­bo­ren und stu­dier­te dort Deutsch und Ju­ra. 1987 kam er im Auf­trag ei­ner chi­ne­si­schen Han­dels­fir­ma nach Deutsch­land. 1989, nach dem Mas­sa­ker auf dem Platz des Himm­li­schen Frie­dens, bricht er mit dem kom­mu­nis­ti­schen Re­gime und flieht ins deut­sche Exil.

Selcan

Eigentlich wollte Selcan Lehrerin werden. Weil, ist sie überzeugt, Lehrerinnen mit Kopftuch in NRW keine Anstellung finden, ändert sie ihre Pläne

Nada KOKOTOVIC

Nada Kokotović ist Ju­go­sla­win, aber ihr Land gibt es nicht mehr. Als 1992 der Krieg aus­brach, folg­te sie ih­rem Mann nach Deutsch­land. Ob­wohl sie als Tän­ze­rin und Re­gis­seu­rin ein kos­mo­po­li­ti­sches Le­ben ge­führt hat­te, fühl­te sie sich plötz­lich zum ers­ten Mal in ei­nem frem­den Land als Aus­län­de­rin.

Danae Coulmas

Danae Coulmas lernt die Deut­schen als grau­sa­me Be­sat­zer in Grie­chen­land im Zwei­ten Welt­krieg ken­nen. Den­noch geht sie in den 50er-Jah­ren nach Deutsch­land, um zu stu­die­ren.

Sri TUNRUANG

Sri Tunruang folg­te An­fang der 70er-Jah­re ih­rem Mann, der hier sei­ne Dok­tor­ar­beit schrei­ben woll­te, aus In­do­ne­si­en nach Deutsch­land.

Brixhilda Skendo

Brixhilda Skendo floh 1990 nach dem Zu­sam­men­bruch des Kom­mu­nis­mus mit ih­rer Fa­mi­lie aus Al­ba­ni­en. In Deutsch­land lebt sich die Fa­mi­lie schnell ein - sie ler­nen die Spra­che und sind wirt­schaft­lich er­folg­reich.

Noemi Raz

Bis heu­te kann Noemi Raz ih­ren - längst to­ten - El­tern nicht ver­zei­hen, dass sie sie mit 14 Jah­ren aus ih­rem Le­ben in Tel Aviv he­raus­ge­ris­sen ha­ben. Ob­wohl sie fest vor­hat­te, so­fort nach dem Abi­tur nach Is­ra­el zu­rück­zu­keh­ren, lebt sie im­mer noch in Deutsch­land. Zu­nächst blieb sie der Lie­be we­gen hier, dann, weil sie ein Kind hat­te, spä­ter we­gen der Ar­beit.

Olga Schneider

Noch als Kind lernt Olga Schneider wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges in der So­w­jet­uni­on ih­re gro­ße Lie­be Theodor Herzen ken­nen. Doch ih­re We­ge tren­nen sich. Erst nach 40 Jah­ren kommt es zu ei­nem Wie­der­se­hen in Deutsch­land.

Irène Cécile Mandeau

Aus Lie­be folg­te Irène Cécile Mandeau 1955 ih­rem Mann nach Deutsch­land - für sie als 1929 in Brüs­sel ge­bo­re­ne Jü­din war es das Land des Fein­des.

Svetlana Dadashewa

Svetlana Dadashewa kam vor zehn Jah­ren als jü­di­scher Kon­tin­gent­flücht­ling mit ih­rem Sohn von Mos­kau nach Köln. Nach ei­ner Le­bens­kri­se woll­te sie ein neu­es Le­ben in Deutsch­land be­gin­nen.

Faye Cukier

Kurz vor der Reichs­pro­grom­nacht ver­ließ Faye Cukier Deutsch­land mit ih­ren El­tern gen Bel­gi­en. Nach ei­ni­gen un­ru­hi­gen Jah­ren in Ant­wer­pen emi­grier­te sie 1948 in die USA. Zwan­zig Jah­re spä­ter zog es sie je­doch zu­rück in ih­re Hei­mat­stadt Köln, wo sie sich wie­der so wohl­fühlt wie in ih­rer Kind­heit. Weil ih­re Kin­der in den USA le­ben, pen­delt sie zwi­schen der al­ten und neu­en Hei­mat.

Hianick Kamba

Als Neun­jäh­ri­ger kam Hianick Kamba aus dem Kon­go nach Deutsch­land zu sei­nen El­tern, die hier po­li­ti­sches Asyl be­an­tragt hat­ten.

Maya El Auwad

Maya hat ei­nen sy­ri­schen Va­ter und ei­ne deut­sche Mut­ter. Sie ist in Aa­chen ge­bo­ren, hat dort ih­re Kind­heit und Ju­gend ver­lebt und das Ab­i­tur ge­macht. Spä­ter hat sie Ju­ra in Müns­ter stu­diert. Jetzt lebt sie in Ber­lin und möch­te ei­nen Job, wo sie ih­re Sprach­kennt­nis­se und ihr tie­fes Wis­sen über die ara­bi­sche und deut­sche Kul­tur gut nut­zen kann.

Willia Ezeliora

1992 flüch­te­te Willia Ezeliora mit ih­rer Fa­mi­lie aus Tad­schi­kis­tan nach Deutsch­land. Zu­nächst war sie Putz­frau, dann Kran­ken­pfle­ge­rin. Erst nach zehn Jah­ren er­füll­te sie sich den Traum zu stu­die­ren.

Rosa MASA-BOETTCHER

Rosa Masa-Böttcher kam durch ih­ren deut­schen Freund zum ers­ten Mal nach Deutsch­land. Mit An­fang 20 hat­te sie aber noch viel zu we­nig von der Welt ge­se­hen, als dass es sie lan­ge im Rhein­land hät­te hal­ten kön­nen. Nach ei­ner Welt­rei­se woll­te sie ei­gent­lich wie­der nach Spa­ni­en zu­rück­keh­ren, doch dies­mal war es ihr heu­ti­ger Ehe­mann, der sie in Köln hielt. Heu­te lei­tet sie ih­re ei­ge­ne Spra­chen­schu­le. Sie liebt die Ar­beit und den Kon­takt mit Men­schen, aber für die Zu­kunft schmie­det sie be­reits wie­der Rei­se­plä­ne.

Resa Masud Lalee

Resa Masud Lalee kam 1973 mit neun Jahren mit seiner Mutter und drei Schwestern von Afghanistan nach Deutschland. Sein Vater, der in Köln seit 1968 eine Ausbildung zum Facharzt machte, hatte sie aus Sorge nach den ersten Unruhen in Afghanistan zu sich geholt.

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