Rigo Teka-Ntu kam mit 18 Jahren als politischer Flüchtling aus Angola nach Deutschland. Die ersten sieben Jahre lebte er in Flüchtlingsheimen und wartete auf sein Bleiberecht.

Sie strukturieren die erzählten Migrationsgeschichten zum Erzählraum.
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Rigo Teka-Ntu kam mit 18 Jahren als politischer Flüchtling aus Angola nach Deutschland. Die ersten sieben Jahre lebte er in Flüchtlingsheimen und wartete auf sein Bleiberecht.
Ismail Jalal war Theater- und Filmregisseur im Irak. Nachdem er einen Film über das Leben von Jesus machte, fiel er bei militanten Islamisten in Ungnade. Er beschloss, mit seiner Familie das Land zu verlassen und in Deutschland Asyl zu beantragen.
Ghanim Khan ging von Karatschi/Pakistan Ende der 50er-Jahre zunächst nach England, um sein Studium dort fortzusetzen. Nachdem er in London von Rassisten angegriffen wurde, verließ er das Land und entschied sich für Deutschland.
Arifien Musnadi kam Mitte der 50er-Jahre nach Deutschland, um zu studieren. Seinem Land Indonesien blieb er jedoch durch seine politische Arbeit verbunden.
Hameds Familie floh wegen politischer Verfolgung aus dem Iran. Nach schwierigen ersten Jahren schaffte er es, die Schule erfolgreich zu Ende zu bringen und Wirtschaft zu studieren. Muslimische Männer haben es seiner Erfahrung nach schwer, da sie sich permanent mit Vorurteilen auseinandersetzen müssen. „ Ich werde in Deutschland nach so vielen Jahren immer noch behandelt wie ein Alien.“
Als der Krieg in Tschetschenien 1994 ausbrach, war Jamila sieben Jahre alt. Ihre Familie flüchtete 1999 nach Deutschland, da sie um ihr Leben fürchtete.
Kurz vor der Reichsprogromnacht verließ Faye Cukier Deutschland mit ihren Eltern gen Belgien. Nach einigen unruhigen Jahren in Antwerpen emigrierte sie 1948 in die USA. Zwanzig Jahre später zog es sie jedoch zurück in ihre Heimatstadt Köln, wo sie sich wieder so wohlfühlt wie in ihrer Kindheit. Weil ihre Kinder in den USA leben, pendelt sie zwischen der alten und neuen Heimat.
Paul Kobelev ist 2001 mit seiner Familie aus Russland ausgewandert, um der Armee zu entkommen. Ihm war von Anfang an klar, dass er nie mehr nach Russland zurückkehren würde.
Josué ist Musiker aus Mexiko. Über Belgien kam er nach Deutschland und schlug sich - zunächst illegal - als Straßenmusiker durch. Bis heute reist er von Deutschland aus in andere Länder, vor allem auf den Balkan.
Puri Schimbor kam 1962 aus Salamanca nach Solingen. Sie wollte nur ein Jahr in Deutschland arbeiten und ein bisschen Geld verdienen. Sie lernte jedoch ihren späteren Ehemann - einen Deutschen - kennen. Und sie blieb. Mittlerweile ist sie Ende 60 und pendelt zwischen Salamanca und Solingen.
Sabina Xhemajli wurde in Siegen geboren. Sie ist Roma aus dem Kosovo. Nach der Schule begann sie eine Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin in Köln. Heute arbeitet sie bei Rom e.V.
Jiwan verließ Indien 1992 gemeinsam mit seiner Mutter. Sein Vater hatte Indien schon Jahre vorher verlassen. Als Erkennungsmerkmal seiner Religionsgemeinschaft - der Sikhs - trug Jiwan schon als kleiner Junge lange Haare und einen Turban; später einen langen Bart; er erlebte Unverständnis bis Mobbing. Mit 20 Jahren trennt er sich von langen Haaren und Turban - und fühlt sich endlich frei. Seine Eltern brechen daraufhin den Kontakt zu ihm ab…
Nach dem Abitur in der Türkei kommt Kemal Şahin 1974 mit einem Auslandsstipendium nach Aachen. Um der drohenden Abschiebung nach dem Studium zu entkommen, eröffnet er 1982 einen Export-Import-Laden.
Als Neunjähriger kam Hianick Kamba aus dem Kongo nach Deutschland zu seinen Eltern, die hier politisches Asyl beantragt hatten.
Roberto Ciulli ließ nach einer tiefen Lebenskrise seine großbürgerliche Herkunft in Mailand zurück und kam Mitte der 60er-Jahre völlig mittellos nach Deutschland. Hier schlug sich der Regisseur und Doktor der Philosophie einige Jahre als Gastarbeiter in einer Fabrik durch, bevor er wieder im Theater Fuß fassen konnte. Heute ist er einer der renommiertesten Regisseure Deutschlands.
Als Kommunist wurde Mohamed Hashem im Irak nach dem nationalistischen Putsch 1963 verfolgt und inhaftiert. Nach seiner Entlassung floh er in die DDR. Doch auch vom Land des real existierenden Sozialismus war er enttäuscht und zog weiter in den Westen.
Paul-Otto Samuelsdorff wurde 1923 in Hamm/Westfalen geboren. Während der NS-Zeit wandert seine Familie 1936 nach Palästina aus. Mitte der 50er-Jahre kehrt er zurück nach Deutschland, um hier zu studieren.
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