Costas Alexandridis folgte 1961 seinem Bruder von Griechenland nach Rüsselsheim. Schnell lernte er Deutsch und wurde für viele Migranten Dolmetscher, Vermittler und Schlichter.

Sie strukturieren die erzählten Migrationsgeschichten zum Erzählraum.
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Costas Alexandridis folgte 1961 seinem Bruder von Griechenland nach Rüsselsheim. Schnell lernte er Deutsch und wurde für viele Migranten Dolmetscher, Vermittler und Schlichter.
Arifien Musnadi kam Mitte der 50er-Jahre nach Deutschland, um zu studieren. Seinem Land Indonesien blieb er jedoch durch seine politische Arbeit verbunden.
Maria kam zum Studieren aus Madrid nach Düsseldorf. Durch ihren deutschen Freund bekam sie schnell Kontakt zu anderen Deutschen. Als sie sich plötzlich zu Frauen hingezogen fühlte, versuchte sie zunächst, ihre Gefühle zu ignorieren. Heute lebt sie mit ihrer Partnerin, ebenfalls einer Spanierin, in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft. Dabei fand sie Heiraten früher spießig.
Derya Jalal ist im Irak geboren und dort aufgewachsen. Als ihr Vater jedoch einen Film über das Leben von Jesus machte, wurde die Familie von radikalen Muslimen politisch verfolgt und bedroht. Sie mussten das Land verlassen. Mit einem Lkw-Transport kamen sie nach Deutschland und beantragten hier Asyl.
Puri Schimbor kam 1962 aus Salamanca nach Solingen. Sie wollte nur ein Jahr in Deutschland arbeiten und ein bisschen Geld verdienen. Sie lernte jedoch ihren späteren Ehemann - einen Deutschen - kennen. Und sie blieb. Mittlerweile ist sie Ende 60 und pendelt zwischen Salamanca und Solingen.
Maya hat einen syrischen Vater und eine deutsche Mutter. Sie ist in Aachen geboren, hat dort ihre Kindheit und Jugend verlebt und das Abitur gemacht. Später hat sie Jura in Münster studiert. Jetzt lebt sie in Berlin und möchte einen Job, wo sie ihre Sprachkenntnisse und ihr tiefes Wissen über die arabische und deutsche Kultur gut nutzen kann.
Als Neunjähriger kam Hianick Kamba aus dem Kongo nach Deutschland zu seinen Eltern, die hier politisches Asyl beantragt hatten.
Jae-Soon Joo-Schauen kam 1975 nach Deutschland. Sie wollte der Enge in Korea entfliehen, sich aber auch weiterbilden. Anfangs arbeitete sie als Krankenschwester. Heute ist sie selbst Beraterin für Migrantinnen in Köln.
Rigo Teka-Ntu kam mit 18 Jahren als politischer Flüchtling aus Angola nach Deutschland. Die ersten sieben Jahre lebte er in Flüchtlingsheimen und wartete auf sein Bleiberecht.
Bis heute kann Noemi Raz ihren - längst toten - Eltern nicht verzeihen, dass sie sie mit 14 Jahren aus ihrem Leben in Tel Aviv herausgerissen haben. Obwohl sie fest vorhatte, sofort nach dem Abitur nach Israel zurückzukehren, lebt sie immer noch in Deutschland. Zunächst blieb sie der Liebe wegen hier, dann, weil sie ein Kind hatte, später wegen der Arbeit.
Brixhilda Skendo floh 1990 nach dem Zusammenbruch des Kommunismus mit ihrer Familie aus Albanien. In Deutschland lebt sich die Familie schnell ein - sie lernen die Sprache und sind wirtschaftlich erfolgreich.
Mit dem Hellas-Express kam Elena Kontogiannis Anfang der 60er-Jahre von Griechenland nach Deutschland. Ihre Eltern waren bereits seit ein paar Jahren hier und arbeiteten in einer Messerfabrik in Solingen-Ohligs. Wenige Tage später begann auch Elena dort zu arbeiten. Sie war damals 14 Jahre alt.
Emmanuels Mutter war Jahre vor ihm nach Deutschland gegangen - und schickte ihm und seinen beiden Schwestern regelmäßig Geld nach Afrika zu seinen Verwandten, wo sie wohnten. Als Emmanuel neun Jahre alt wurde, holte sie ihn zu sich nach. Nach und nach wuchs die Familie in Deutschland wieder zusammen.
Als Sohn eines ghanaischen Diplomaten 1965 in Bonn geboren, begann Anthony Baffoe mit neun Jahren seine Karriere als Fußballspieler in deutschen Vereinen. Als Schwarzer und Sportler hat er viel Rassismus in Deutschland erlebt und sich vorgenommen, stets dagegen anzukämpfen.
Paul Kobelev ist 2001 mit seiner Familie aus Russland ausgewandert, um der Armee zu entkommen. Ihm war von Anfang an klar, dass er nie mehr nach Russland zurückkehren würde.
Resa Masud Lalee kam 1973 mit neun Jahren mit seiner Mutter und drei Schwestern von Afghanistan nach Deutschland. Sein Vater, der in Köln seit 1968 eine Ausbildung zum Facharzt machte, hatte sie aus Sorge nach den ersten Unruhen in Afghanistan zu sich geholt.
Ismail Jalal war Theater- und Filmregisseur im Irak. Nachdem er einen Film über das Leben von Jesus machte, fiel er bei militanten Islamisten in Ungnade. Er beschloss, mit seiner Familie das Land zu verlassen und in Deutschland Asyl zu beantragen.
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