Selcan

Eigentlich wollte Selcan Lehrerin werden. Weil, ist sie überzeugt, Lehrerinnen mit Kopftuch in NRW keine Anstellung finden, ändert sie ihre Pläne

Derya Jalal

Derya Jalal ist im Irak ge­bo­ren und dort auf­ge­wach­sen. Als ihr Va­ter je­doch ei­nen Film über das Le­ben von Je­sus mach­te, wur­de die Fa­mi­lie von ra­di­ka­len Mus­li­men po­li­tisch ver­folgt und be­droht. Sie muss­ten das Land ver­las­sen. Mit ei­nem Lkw-Trans­port ka­men sie nach Deutsch­land und be­an­trag­ten hier Asyl.

Thamsamqa Ngcezulla

Thamsamqa Ngcezulla ver­ließ Süd­af­ri­ka 1980. Das Le­ben in Apart­heid war für ihn un­er­träg­lich ge­wor­den. Zu­nächst leb­te er drei Jah­re lang im Nach­bar­land Bots­wa­na. 1983 kam er mit ei­nem Sti­pen­di­um nach Deutsch­land, um hier ei­ne Aus­bil­dung zum Schlos­ser zu ma­chen.

Ricardo ESTEVES-CORREIA

Ricardo Esteves Correia kam nach Deutsch­land als er An­fang 20 war. Er hat­te in Por­tu­gal be­reits stu­diert. Doch dann wur­de es ihm dort zu eng, er woll­te et­was Neu­es ken­nen­ler­nen. Am An­fang fiel es ihm nicht leicht. Er hat­te kei­ne Freun­de. Doch mit der Zeit hat er sich ein­ge­lebt.

Shapur HOMAJUN

Mit­te der 50er-Jah­re kam Shapur Homajun mit po­si­ti­ven Vor­ur­tei­len nach Deutsch­land. Von den po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen im Iran war er ent­täuscht.

Rosa MASA-BOETTCHER

Rosa Masa-Böttcher kam durch ih­ren deut­schen Freund zum ers­ten Mal nach Deutsch­land. Mit An­fang 20 hat­te sie aber noch viel zu we­nig von der Welt ge­se­hen, als dass es sie lan­ge im Rhein­land hät­te hal­ten kön­nen. Nach ei­ner Welt­rei­se woll­te sie ei­gent­lich wie­der nach Spa­ni­en zu­rück­keh­ren, doch dies­mal war es ihr heu­ti­ger Ehe­mann, der sie in Köln hielt. Heu­te lei­tet sie ih­re ei­ge­ne Spra­chen­schu­le. Sie liebt die Ar­beit und den Kon­takt mit Men­schen, aber für die Zu­kunft schmie­det sie be­reits wie­der Rei­se­plä­ne.

Arifien Musnadi

Arifien Musnadi kam Mit­te der 50er-Jah­re nach Deutsch­land, um zu stu­die­ren. Sei­nem Land In­do­ne­sien blieb er j­edoch durch sei­ne po­li­ti­sche Ar­beit ver­bun­den.

Sinthuja Arulsingams

Das Le­ben von Sinthuja und ih­ren El­tern ist auch in Deutsch­land stark von den Tra­di­tio­nen ih­res Heimat­lan­des Sri Lan­ka be­stimmt: Seit Sinthuja 18 Jah­re alt ist, su­chen ih­re El­tern ei­nen ta­mi­li­schen Ehe­mann für sie. Sinthuja wehrt sich gevgen die ar­ran­gier­te Ehe. Von ih­rem deut­schen Freund wis­sen die El­tern nichts.

Gregori Neufeld

Gregori Neufeld kam 1988 mit sei­nen El­tern aus dem Kau­ka­sus nach Deutsch­land. Lan­ge hat­te sei­ne Fa­mi­lie um die Aus­rei­se­ge­neh­mi­gung ge­kämpft. Er und sei­ne Brü­der wa­ren da­für so­gar ins Ge­fäng­nis ge­gan­gen. In Deutsch­land ar­bei­tet Gregori Neufeld mit russ­land­deut­schen Ju­gend­li­chen.

Hakam Abdel-Hadi

Hakam Abdel-Hadi kam 1958 aus Pa­läs­ti­na nach Deutsch­land. Er woll­te Geld ver­die­nen, stu­die­ren und sei­ne Frei­heit ge­nie­ßen. Er en­ga­gier­te sich po­li­tisch für Pa­läs­ti­na, ent­schloss sich je­doch für ein Le­ben in Deutsch­land.

Josué

Josué ist Mu­si­ker aus Me­xi­ko. Über Bel­gi­en kam er nach Deutsch­land und schlug sich - zu­nächst il­le­gal - als Stra­ßen­mu­si­ker durch. Bis heu­te reist er von Deutsch­land aus in an­de­re Län­der, vor al­lem auf den Bal­kan.

Puri SCHIMBOR

Puri Schimbor kam 1962 aus Sa­la­man­ca nach So­lin­gen. Sie woll­te nur ein Jahr in Deutsch­land ar­bei­ten und ein biss­chen Geld ver­die­nen. Sie lern­te je­doch ih­ren spä­te­ren Ehe­mann - ei­nen Deut­schen - ken­nen. Und sie blieb. Mitt­ler­wei­le ist sie En­de 60 und pen­delt zwi­schen Sa­la­man­ca und So­lin­gen.

Constanza Paetau

Aus Ko­lum­bi­en kam Constanza Paetau auf’s In­ter­nat in die Schweiz - in Hamb­urg woll­te sie nur die Weih­nachts­fe­ri­en ver­brin­gen, doch da­raus wur­de ein län­ge­rer Auf­ent­halt. In die­ser Zeit der Stu­den­ten­be­we­gung lern­te sie ih­ren spä­te­ren Mann ken­nen, den sie 1979 hei­ra­te­te.

Brixhilda Skendo

Brixhilda Skendo floh 1990 nach dem Zu­sam­men­bruch des Kom­mu­nis­mus mit ih­rer Fa­mi­lie aus Al­ba­ni­en. In Deutsch­land lebt sich die Fa­mi­lie schnell ein - sie ler­nen die Spra­che und sind wirt­schaft­lich er­folg­reich.

Milan Sládek

Milan Sládek wur­de 1938 in ei­nem klei­nen Dorf in der Slo­wa­kei ge­bo­ren. Er stud­ier­te Schau­piel­kunst in Prag und wur­de Pan­to­mi­me. Wäh­rend des Pra­ger Früh­lings 1968 flüch­te­te er über Schwe­den nach Köln, wo er das Pan­to­mi­men­the­ater "Kefka" er­öff­ne­te.

Emmanuel P.

Emmanuels Mut­ter war Jah­re vor ihm nach Deutsch­land ge­gan­gen - und schick­te ihm und sei­nen bei­den Schwes­tern re­gel­mä­ßig Geld nach Af­ri­ka zu sei­nen Ver­wand­ten, wo sie wohn­ten. Als Emmanuel neun Jah­re alt wur­de, hol­te sie ihn zu sich nach. Nach und nach wuchs die Fa­mi­lie in Deutsch­land wie­der zu­sam­men.

Willia Ezeliora

1992 flüch­te­te Willia Ezeliora mit ih­rer Fa­mi­lie aus Tad­schi­kis­tan nach Deutsch­land. Zu­nächst war sie Putz­frau, dann Kran­ken­pfle­ge­rin. Erst nach zehn Jah­ren er­füll­te sie sich den Traum zu stu­die­ren.

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